Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftig im Sinne des Gesetzes sind "Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen." (§ 14 Absatz 1 SGB XI)

Dementsprechend muss eine Krankheit oder Behinderung vorliegen, um eine Pflegebedürftigkeit zu begründen. Laut Sozialgesetzbuch sind dies folgende Krankheitsgruppen:

  • Verluste, Lähmungen oder andere Funktionsstörungen am Stütz- und Bewegungsapparat,
  • Funktionsstörungen der inneren Organe oder der Sinnesorgane,
  • Störungen des Zentralnervensystems wie Antriebs-, Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen sowie endogene Psychosen, Neurosen oder geistige Behinderungen. (§ 14 Absatz 2 SGB XI)

Außerdem wird vom Gesetzgeber festgelegt, welche Tätigkeiten zu den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens gehören. Diese sind:

  • im Bereich Körperpflege: Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das Kämmen, Rasieren, die Darm- und Blasenentleerung
  • im Bereich Ernährung: das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung
  • im Bereich Mobilität: das selbständige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung
  • im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung: das Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung oder das Beheizen

Die Bereiche Körperpflege, Ernährung und Mobilität bilden dabei die sogenannte Grundpflege.

Darüberhinaus geht aus dem Gesetzestext hervor, dass eine Krankheit oder Behinderung und der daraus entstehende Hilfebedarf für mindestens sechs Monate – also dauerhaft – vorhanden sein muss, damit eine Pflegebedürftigkeit vorliegt.

Es besteht ein Konsens darüber, dass bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit und der Einstufung in Pflegestufen die Selbstständigkeit im Vordergrund stehen sollte, die bei einer Person noch vorhanden ist, und nicht, wie bisher, ein starker Bezug auf Verrichtungen.

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